Was ist das?

“Fregatte

He….she…it. ….?

     Der…die….das….,oder was?……..

                              Dieses jenes welches…..wer nicht fragt bleibt dumm!!!

ich kann mir diesen gequirlte Mist nicht mehr ansehen und anhören

Seit Jahren verfolge ich das Gestammel in den Medien und der Printpresse…..

und auf Fazebuch

Jetzt geht das schon wieder los……erst muss ich mir von einige Unbelehrbaren anhören, das unsere Braunschweig Weiß angepönt worden sein soll, welches ich aber in einer wissenschaftlichen Arbeit widerlegen konnte und nun höre und lese ich immer wieder zu meiner Verwunderung, das unsere Braunschweig als Lady und weisser filigraner Schwan bezeichnet wird.

Fregatte  Braunschweig ,in jungen Jahren wahrscheinlich als Fräulein  Braunschweig……großer Neptun!!!! oder als Lady in red auf dem Ostsee unterwegs,

wobei, der VPF in den 1984 mal einen Versuch gestartet hat und der Fregatte Braunschweig mal einen roten Saum an ihr fehgraues Kleid gepönt hat…echt! Kein Seemannsgarn

war der Brüller in der Flotte……einige mögen sich noch daran erinnern

Zum Thema:.WAS.. ist das, die Liebe der Matrosen?

                                              Frau Fregatte Braunschweig??

Mir bricht das Auge…..wie kann etwas, was in den Feuern bei H.C. Stülcken  in Hamburg aus Eisen und Stahl gegossen, eine feuerspeiende „fehgraue“ Waffenplattform, ein schwimmendes Ungetüm, von Heizerhand befeuert und von 11er Hand gesteuert, als der  Schwan des Ostsee bezeichnet werden, oder  als unsere Lady? Ich kann mich nicht daran erinnern das unsere Braunschweig etwas Ladyhaftes an sich hatte oder  Schwanenhaft über die Weltmeere geschippert ist. Oder kann sich einer von euch daran Erinnern, das unsere Braunschweig nach 4711 und Nivea gerochen hat………ok, manchmal vielleicht

Nun………..

Die „Gorch Fock“, die „Bismarck“, die „Cap Arcona“,die Braunschweig: wieso heißen Schiffe, trotz maskuliner stählender Form, immer „die“…?

Vielleicht, weil sie vielleicht schön sind, weil sie einen Bauch haben oder weil sie im Hafen auf uns warten. Nun, an diesen Gedanken ist sicherlich etwas dran.

 die “Graf Spee”, die “Bismarck” die Titanic oder die “Gorch Fock”.

Bismarck, der knorrige Alte aus dem Sachsenwald, hatte nun wahrlich nichts Weibliches an sich, aber das nach ihm benannte Schlachtschiff war weiblichen Geschlechts, als es unterging (wobei das eine nicht zwingend als Folge des anderen aufgefasst werden sollte).

Wer von euch wäre in einen Film mit dem Namen „der Untergang des Titanic“ gegangen?

Die Gorch Fock 1 und 2….nach dem Pseudonym /Künstlernamen von Johann Wilhelm Kinau benannt……Gorch Fock….eigendlich Georg Fock aus dem Norddeutschen, das sollte man nicht vergessen….der Georg Fock wird gerade für sage und schreibe 135 Millionen Euro Renoviert……

Der Georg Fock 2 hatte bei seiner Indienststellung 1958 gerade mal 8,5 Millionen DM gekostet. Wenn man nach heutigen Stand, die Inflation ,den Wertverlust bzw. die Umstellung auf den Euro einbezieht, könnte man den Georg Fock 4,35 mal neu auf Kiel legen……!

Der Kostenexplosion sind aber den kleine Wünsche der Besatzung geschuldet.

  • Die gesamte Außenhaut der Georg Fock wird ersetzt, vergoldet und anschließend mit strahlendem Silbergrau überstrichen. Protzen war noch nie Sache der Marine
  • Das Segeltuch wir in einem aufwendigen Verfahren aus dem Scharmhaar des Schneeyeti gewebt…….weiß ist das Segel das wir Lieben……!
  • Die Segennähte bestehen aus handfestem Seemannsgarn
  • Drei im traditionellen Stil gefertigte elektrische Mastaufzüge erleichtern den ansonsten unsicheren und anstrengenden Aufstieg in die Rahen
  • Der Einbau von Kontra-Stabilisatoren gestattet Schlechtwetterübungen im sicheren Hafen
  • Handgeschnitzte Intarsien aus Pottwalbabykieferknochen verleihen den ansonsten schnöden Wandverkleidung das gewisse Etwa.
  • Sitzpolster aus knuddeligem Seehund-Welpenfell.
  • Gefrier-und Kühlkombination in der Vorpick
  • Fussbodenheizung auf der Back
  • Die BRA.2.25 als Ergänzung zum traditionellen Oberdecksmoken.

       Auch hier eine klare Verweiblichung

Die USS Ronald Reagan eine maskuline, vor Testosteron strotzende  Kriegsmaschine, wird von ihrer Besatzung liebevoll als die Ronald Reagan angesprochen und nicht Nanncy

Bereits die alten Heizer und 11er sahen in der Antike ihre Schiffe als weiblich an. Der Autor des englischen Kochbuch der Schiffsleckereien, „Offcours“ führt dies auf den altägyptischen Glauben zurück, wonach Schiffe Glück ringende weibliche Wesen darstellten.

Auch die Einsamkeit der Seelords auf langen Seereisen und das gelegentlich launische Benehmen der Antriebsdiesel, das heißt, die nicht immer optimalen Seeeigenschaft unserer Braunschweig , mögen zur Verweiblichung beigetragen haben.

 So stellte auch der Vorpickfahrer , zu dieser Thematik fest: die Silhouette unserer Braunschweig ist mindestens so Sexy wie die einer Frau…….na… die der meisten Frauen……….hört-hört!!

Wer hat sich noch nicht nach durchgezechter Nacht in den Regalen der Vorpick zwischen den Schamfilungsmatten gekuschelt und sich beschützt und geborgen, wie im Schoße seiner geliebten Mutter gefühlt. Wer hat immer im Hafen auf uns gewartet, wenn wir nach getaner Arbeit als Botschafter in Blau, Blau nach Hause gekommen sind.?

Wer gab uns Wärme in kalten Winternächten……Ok. ..der VPF mit seinem Gujambel mit Schuss.

Wer kennt dieses wollige Gefühl noch, wenn man nach dem Mittelwächter klamm und durchgefroren ins Deck kam und sich diese Gänsehaut bildete, die man sonst nur beim Anblick einer drallen  Blondine im Hafen von Caraccas bekommt oder vom  Gujambelspezi aus der Nirokaffekanne des VPF

Dieses Gefühl, das dir nur eine Mutter geben kann, die dich in den Arm nimmt und sanft in den Schlaf geschaukelt, bis dich die Durchsage „Staffboat will come alongside in a few minutes“ unsanft aus dem Schlaf reist.

Wie alt der Brauch ist, Schiffen  zu Verweiblichen, kann ich nicht mit Sicherheit feststellen. Bereits in der Antike sind neben den mythologischen Schiffsnamen (die Argos – Argonauten) auch bei Thukydides in der realen Welt Schiffsnamen, die Salaminia und die Black Pearl, erwähnt. In der Wikingerzeit sind herausragende Schiffe mit Verweiblichungen überliefert. Selbst die robusten Nordmänner Verweiblichen ihre Drachenboote  Auch aus dem 15. Jahrhundert sind etliche verweiblichte  Schiffsnamen überliefert. Dazu zählen beispielsweise die Santa Maria von Roland Kaiser und ihre Schwesterschiffe die Niña und die Pinta von der Hamburg Mannheimer

Zugegeben, keiner dieser Gründe überzeugt mich wirklich. Trotzdem hält sich – zumindest im deutsch- und englischsprachigen Raum – die Tradition, dass Schiffe als weiblich angesehen werden. Bei den Franzosen ist das anders!!

So sind es vor allem Tier- und Ortsnamen, sowie weibliche Vornamen, die die Boote und Yachten bei den deutschen Sportbootschiffern zieren und fast nie männliche Vornamen. Kein Wunder, ein maskuliner Name passt nicht zu einem femininen Schiff; „Die Hans-Jürgen“ klingt doof.

Hierzu nagelte der VPF folgende 12 Thesen an die Tür zur Vorpick, die so überliefert, noch heute Gültigkeit in fast allen Marinen hat.

1.“Sie“ muss von einem Mann gesteuert werden.
2. In unbewachten Augenblicken ergreift „Sie“ die Macht.
3.“Sie“ verträgt es nicht überladen zu werden.
4. Wechselt den Namen, wenn „Sie“ einen neuen Besitzer bekommt.
5.“Sie“ ist normalerweise teuer in der Kleidung.
6.“Sie“ kostet mehr Unterhalt als der Besitzer gedacht hat.
7. „Sie“ kann einen Mann mit sich in die ‚Tiefe ziehen.
8. Muss gemalt und gekleidet werden, bevor „Sie“ rausgeht.
9. Mit den Jahren wird „Sie“ unrentabel

10.Weil sie launisch ist

  1. Weil sie im Hafen auf uns wartet
  2. Weil sie schön ist….Bingo!

In den meisten Marinen der Welt sprechen die Matrosen ihr Schiff  mit Sie an und werden als Weibliche  bezeichnet, dieses liegt meines Erachtens daran, dass viel Generation von Männern auf und in ihr gearbeitet  haben.

Meistens treiben sich eine Menge Kerle in ihrer Nähe Rum. ….,

sie hat eine Taille und hat sie über viele Jahre auch noch,

es benötigt einen erfahrenen Mann um sie richtig zu führen und ohne einem Mann an Ruder ist sie unkontrollierbar.

Sie gibt Essen und Trinken…..

behütete und beschütze wie eine Mutter ihr Kind.

Sie haben eine weibliche Silhouette

Mein alter Vorpickfahrer drückte das bei Köm und Bier weniger galant aus:

Schiffe sind weiblich weil,

…… „sie schiffen und nicht pissen“…………

wahre Worte mein Freund.

Nach überlieferten Sagen werden Schiffe mit männlichen Namen vom Meeresgott aus Wut in die Tiefe gerissen…..da hatte wir 1983 aber richtig Glück gehabt, das wir nicht mit „dem“ Braunschweig über den Äquator gefahren sind

Es war früher in der guten alten Zeit eine ausnahmslos männliche Domäne, zur See zu fahren, so könnte es sein, dass daraus das Bedürfnis entstand, etwas weibliches um sich zu haben.  Schiffsrümpfe haben immer schon an weibliche Formen erinnert, besonders während des Mittelalters. So wird zum Beispiel das Heck eines Schiffes auch als Achtersteven bezeichnet (eigentlich hinterer Bug, da sich der Steven sowohl vorn wie auch achtern befinden kann). Diese Bezeichnung wird zumindest im Plattdeutschen auch für das weibliche Gesäß verwendet.

Für die Landratten unter euch, der Steven ,also nicht der Steve, sondern der Steven ist die nach oben gezogene Verlängerung des Kiels

 Außerdem war in der Regel eine weibliche Galionsfigur bei der Besatzung beliebter als irgendein blonder Knabe am Bug.

Unsere Braunschweig vermittelte uns viele Jahre ein heimisches Gefühl, was besonders den Jungmatrosen „Rotärschen“ half, die zum ersten Mal teilweise Monate von ihren Familien getrennt waren, diese Zeitspanne besser zu verkraften.

Auch waren der VPF und der WPA stets bemüht, den Jungmatrosen ein heimisches Gefühl zu vermitteln. So verstand es der VPF wie kein anderer, eine liebevolle und familiäre Atmosphäre während der langen Seefahrten zu simulieren. Das sogenannte  „zur Brust“ nehmen, erzeugte bei den Jungmännern eine wollige Wärme ,welches die Matrosen dazu veranlasste nach ihren geliebten Mütter zurufen und so manches Gebet zu sprechen .

Auch das vom VPF entwickelte „heiße Verfahren“, gab den Jünglinge das Gefühl, die Reibungshitze die sie erzeugten, wenn der VPF sie über die Back zur Vorpick schleifte, als  Nestwärme zu empfinden.

Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel. Ein Schiff, welches einen Tiernamen trägt oder bekommen soll, heißt durchaus z. B. „Der Falke“, „Der Löwe“, oder es wurde von der Besatzung oft als männlich bezeichnet, hier als Beispiel, die Prinz Eugen, die von ihrer Mannschaft nur als der „Prinz“ oder „Eugen“ bezeichnet wurde. Ferner setzten sich auch Namensgeber oft über das ungeschriebene Gesetz hinweg; so ließ die HAPAG auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II. die „Imperator“ auf „Der Imperator“ taufen.

In der neuen Marine haben solche Gefühlsduseleien leider keinen Platz mehr auf den wenigen verbleibenden fahrtüchtigen Einheiten der Marine. Die mütterliche Wärme und Verweiblichung ist Realität geworden. Keiner spricht mehr von seiner Lady, wenn er von seinem Schiff spricht.

Die  Familienfreundlichkeit ist gelebter Alltag. Die Schiffe liegen ab 16 Uhr Mutterseelenallein an der Pier und die Seeleute sind bei ihren Müttern. Im Gegenzug haben die Mütter  Einzug genommen an Bord.

Nun obliegt es nicht mehr den Schiffen diese Rolle für die Besatzungsmitglieder zu übernehmen.

Den Einheiten der Marine wurde ihre Seele genommen und ohne Seele funktioniert eine solche Waffenplattform leider nicht mehr richtig..?…oder was denkt ihr wieso in den letzten Jahren die sogenannten neuen Waffensysteme mehr Zeit in der Werft und in der Instandsetzung verbringen als auf See. Die Presse ist voll mit solchen Meldungen.

Wir haben unsere Lady gepflegt und gehegt, rund um die Uhr bewacht und notfalls mit unserem Leben verteidigt.

So etwas tun Männer sonst  nur für ihre Frauen oder Mütter…….ok auch für unsere Autos

Dafür behütete und beschützte unsere Braunschweig uns wie eine Mutter ihre Kinder.

Ich kann mich an Heizer erinnern, die sind in der Nacht aus dem Schlaf gerissen worden, weil der Diesel unrund gelaufen ist…….oder unpässlich war, oder haben neben den Schiffsdieseln geschlafen , wie gesagt im laufendem Betrieb, Den heutigen Heizern Schiffstechnikern sind solche Bindungen verloren und aberzogen worden. Das rote Band das zwischen einer Mutter und seinen Kinder besteht, ist durch die Bundeswehrreform durchtrennt worden.

                                                     Heute ist von dieser Liebe der Matrosen leider nur noch wenig übrig. Es kehren französische Gepflogenheiten ein, in denen die Seeleute ihre Schiffe als reinen Arbeitsplatz sehen .Durch das familienfreundliche Konzept der „Vorderlein“ wurden aus Seemännern– Heimschläfer.

Der Haar – und Barterlass der Truppe wurde neulich durch den 1.Bundessenat des Bundesverwaltungsgericht in Leibzig debattiert. Grund dafür war ,das sich ein Soldat, „der Name wurde durch die Redaktion geändert“ durch die Dienstvorschrift diskriminiert fühlte, weil Frauen das tragen langer Haare erlaubt ist und Männern aber nicht…..…Es gab einen Teilerfolg für den Soldaten, laut Richter soll diese Regelung in einem „überschaubaren“ Zeitraum überarbeitet werden ….

Die neuen Fregatten ,sollten Sie irgendwann fahrbereit seien, werden nicht nur einen Friseur mit eigener ATN haben, sondern es soll auch einen eigenen Kosmetik-Abschnitt geben,mit eigenem Studio und AsaB „Abschnittschminkbootsmann”…….stand so im Harlinger – Kurier….kein Scheiß!

Ich stelle mir gerade den VPF bei der Reinschiff Ausgabe mit Lockenwickler im Haar vor. Oder beim Landgang steht nicht mehr der Sanomat. an der Steling um Fromms zu verteilen, sondern die Smut, die Einkaufsnetze an die Besatzung zu verteilen um deren Haarpracht zu bändigen…

die 70 er lassen Grüßen……wobei lange Haare nicht immer verpönt waren bei den Seemännern

Kamm …… Schere……Old Spice…….Attika. …Attika.  Frisörlädchen hat geöffnet

                                                                                                                                                                                  Der VPF hatte mal nach einem genehmigten Antrag auf Bartwuchs das ganze auf die Spitze getrieben….

Heute macht der UvD das Licht aus und geht als letztes von Bord…….

Zu unserer Zeit sind wir nach Feierabend zum Schlummertrunk in die Vorpick gegangen, haben an Bord geschlafen und gegessen, wie in einer richtigen Familie halt. 24std.am Tag,

gut, manchmal mussten wir an Land um im Bayernhaus lecker lecker Rote Wurst zu essen.

Das Bayernhaus gibt es leider nicht mehr

Ich kann leider nicht nachvollziehen wieso-weshalb-warum das heute so ist. In meiner Marine war das anders……oder?

Liegt es an den neuen Gegebenheiten, das die Schiffe keine Geliebten neben sich toleriert, die ihren Kindern den Kopf an Bord verdrehen, oder an den Matrosen selber?

Oder liegt es daran, dass die Matrosen der neuen Generation nicht mehr auf die Weiblichkeit verzichten müssen, da diese Einzug in den Decks und Kammern vollzogen haben.

Der Decksmeister heute einen BH in Flecktarn trägt.     Mann…. was habe ich mir das damals oft gewünscht……..?.?…ähhh nicht was ihr jetzt denkt.

Die Sehnsucht die wir alten Säcke mit uns über die 7 Weltmeere getragen haben…..oh man,auf was für Ideen wir gekommen sind..jaaaa,Not macht Erfinderisch

 hier der VPF beim Tanz mit der Dame seiner Wahl ohne Zunge, versteht sich von selbst! “Saftey first”

Die hier gezeigten Protagonisten  entsprechen nicht der Realität und sind Fiktiv .Die gezeigte Szenen wurden nachgestellt und entstanden unter Alkoholeinfluss

Zu meiner Zeit bei der Marine, gab es den Aberglauben, das Frauen an Bord Unglück bringen sollen……..Ich kann dieses nur Unterschreiben und mit reinem Gewissen bejahen.

Nichts gegen Frauen an Bohabe selber meine Tochter in blaue Tücher gehüllt ….!!

Unglück Nr.1

Ich durfte dieses einmal am eigenen Leib erfahren. Wir schreiben das Jahr 1983, dort hatte ich mal in einer lauschigen Nacht Besuch von einer gut gebräunten Dame aus dem Städtchen Abidjan . gegen eine geringe Unkostenbeitrag und einem Kanister Spüli plus 3 Stücke Kernseife aus der Vorpick……Tschuldigung Uwe…..,machte diese Hausbesuche…..und schon nahm das Unglück seinen Lauf.

Nachdem die Dame nach getaner Arbeit vollbepack mit Bagschisch  wieder an Land ging und ich langsam wieder Herr meiner Sinne wurde und der Tinnitus sich gelegt hatte, konnte ich wie aus weiter Ferne die SLA Durchsage hören……Gefr. Berghorn sooofort zur Wache..?!!

Leider war mir in diesem ganzen Durcheinander entgangen, das ich ja die ehrenvolle Aufgabe des Posten Pier erworben hatte „war vor meiner Zeit als WPA“. Der Anschiss durch den Wachhabenden war entsprechend und die wohlwollenden Blicke des abzulösenden Posten Pier, der auf seine Ablösung gerade mal 50 min. warten musste ,waren mir gewiss .

Leider hatte ich den Grund für meine Verspätung, gutgläubigen wie ich war ,dem Wachhabenden Uffz. gebeichtet, in der Hoffnung auf Verständnis „Gott war ich naiv“ Ob dieser Zustand oder die leichte Polarbierfahne der Grund für ein später erfolgtes Disziplinarverfahren  “Dizzi“, in Form einer Geldstrafe war , kann ich bis zum heutigen Tag nicht sagen .

Unglück Nr.2

Drei Tage nach Auslaufen stellte beim ersten Morgenurin lassen in das Nirosta Hochglasbecken eine leichte Unpässlichkeit , in Form eines leichten Brennen in der Harnröhre ,ein. Oh, das letzte Bier war wohl schlecht…geht schon wieder von alleine weg.

Unglück Nr.3

Schlangestehen vor dem San.-Bereich, mit Anhören von dummen Sprüchen der Mannschaften und dem wohlwollenden Blick des zu spät abgelöste Posten Pier .

Unglück Nr.4

Harnröhrenabstrich mit dem zuvor vom grinsenden  Sanomat über dem Bunsenbrenner erhitzten Kobalddraht.

Unglück Nr.5

Penicillinvorrat ist aufgebraucht ,das nächste RAS soll Nachschub bringen…..Toll,, muss ich das Zeug auch noch selber ranschaffen

Unglück Nr.6

Der VPF bemerkt den Verlust von 5ltr.Spüli und 3 Stk. Kernseife….!

Wie man immer  zu sagen pflegte  :“ Unnerröck an Bord – dat gifft Malheur”.

ähnliche und andere Unglücke gab es auch während der Werftliegezeit in Bremerhaven…..das ist aber eine andere Geschichte !

Dieses Band, welches geknüpft und getakelt wurde, besteht heute noch, oder wer sehnt sich nicht manchmal nach der guten alten Zeit in der wir unbekümmert in unseren Decks gelebt haben, in der Gewissheit, das Sie für uns sorgt und keiner aus der Kombüse ruft“ bringst du endlich den Müll raus“

Um das Fehlen und die Begierde nach dem weiblichen Geschlecht zu kompensieren, haben Seeleute schon seit Jahrhunderten ihr Schiff zu ihren Geliebten gemacht…….auch ich!

Unsere Braunschweig hat uns alles gegeben und genommen…….und deshalb muss auch ich eingestehen, das die F225 mit Fug und Recht als unsere Lady in RAL 9002 bezeichnet wird,

            und weiterhin einen Platz in unserem Herzen hat als …………

                         

                               DIE Fregatte Braunschweig

 

Nicht Weiß und nicht Grau, wie wir Sie in unserer Erinnerung haben.

 Mit den Jahren mögen die Farben  verblassen, aber eine echte Liebe verblasst nie!

 Das meine Freund, ist die einzig wahre Liebe der Matrosen!!,

  Roland Berghorn

WPA und Farblastfahrer

hier nach einem Anschminkversuch bei der Lehrgruppe B in Kappeln

 P.S: für alle Skeptiker und Belächler unter Euch, hier der am Anfang erwähnte angepönt

 rote Kleidersaum des VPF……ein Novum in der Flotte……!

Einen schriftliche Antrag auf das Anbringen eines Rally-Streifen, an den damaligen Bundesminister der Verteidigung,  blieb leider Unbeantwortet

8 Gedanken zu „Was ist das?“

  1. Roland,
    treffender konntest Du es nicht ausdrücken! Bravo Zulu!!!
    Bin F225 und danach F 214 gefahren. Damals schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kaum etwas zu sehen von Heimat und Gemeinchaft auf der F 214. Nur noch Schönwettermatrosen unterwegs und dann heutzutage sich auch noch ein Schiff mit diversen Besatzungen teilen… Das ist nicht mehr unsere Marine. Schade!

    Danke für Deinen Beitrag und einen schönen Gruß
    Mario Wünsch (HG/UA auf F225, OMT auf F214)

  2. Jetzt verstehe ich auch warum die ” moderen Schiffe ” unserer Marine dauernd in der werft ligen und soviele probleme Machen .
    Jede Frau die nicht geliebt wird wird irgenwie bockig und launisch. Die liebevolle Pflege , Tag und Nacht fehlt den armen Schiffen und Booten.
    Wo soll das noch hinführen. 😎

    1. Hallo Harry, ich habe das Gestammel unter” was ist das” gelesen. Von Januar 1972 bis September 1973 fuhr ich als HeizerOMT auf diesem herrlichen Schiff. Als ich 1972 aufstieg war unser Schiff tatsächlich der ” weiße Schwan der Nordsee” ( Perlweiß, RAL Nr. weiß ich leider nicht). bevor wir in Fort Lauderdale ankamen mußten unsere 11er umpönen auf Fehgrau. Wir nannten uns fortan ” die graue Sau der Nordsee”. In weiß sah die Lady aber deutlich besser aus und unterschied sich von den anderen Fahrzeugen des Verbandes.

  3. Dem VPF für diese besondere Fleißarbeit eine “EINS plus !” ins Klassen- bzw. Bordbuch !

    Erinnern wir uns also gemeinsam an schöne Zeiten.
    Oder wie es Jean PAUL im 19. Jahrhundert niederschrieb:
    “Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können!” .

    Abschließend bleibt die Frage, ob der GENDER-WAHN in der Flotte seinen (Toilettensitz-) Platz gefunden hat … ?

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