Kapitel 22 F225 Olympia in Halifax

“Fregatte

Jan hatte sich auch zu diesem olympischen Schwimmwettkampf angemeldet. Das Training war für die nächsten Tage immer um elf Uhr angesetzt. Der Kommodore des Natoverbandes hatte eine Schwimmhalle am Rande des Hafens jeden Tag für einige Stunden chartern lassen. Die Schwimmer der einzelnen Schiffe konnten in mehreren Becken gleichzeitig üben. Die Leute von der Fregatte Braunschweig durften nur in der zweiten Ausgehuniform mit einem kleinen Rucksack zur Schwimmhalle marschieren. „Links zwo drei vier“ war immer der monotone Satz von Biggert. Die Gruppe von fünfzehn Schwimmern marschierte im feinsten Paradeschritt durch den Hafen. Wieder einmal dachte Jan: wo bist du hier nur gelandet. Laut johlend wurden sie dann immer von den Crews der anderen Schiffe überholt. Diese hatten ihre privaten Sportklamotten an und rannten zwanglos zu ihrer Übungsstätte. „Hello sailors, lase you only time with that march, we practice already for our first place.” Als die deutschen dann endlich eine viertel Stunde später im Umkleideraum des Bades ankamen, tobten die anderen schon im Wasser und spielten Wasserball zum „Aufwärmen“. Es kam am Ende wie es kommen musste. Der „olympische“ Wettkampf am Ende der Trainingswochen ging so aus, dass die Braunschweiger den fünften Platz bekamen. Immerhin den fünften von fünf möglichen.

 

 

Ein Gedanke zu „Kapitel 22 F225 Olympia in Halifax“

  1. Super Berichte von damals
    Ich war live dabei. Vor allem die Sache mit unserem Frisör(der arme Saarländer) hat meine Erinnerungen von damals aufgefrischt.
    Boxkampf in San Juan auch super, bis auf die Heimfahrt mit dem besoffenen Busfahrer

    Weiter so

    Rolf Müller

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