Kapitel 19 F225 Ladys suchen Jaansen

“Fregatte

Von Roosevelt Roads fuhr die Standing Navel Force Atlantic weiter nach San Juan. Jan hatte mal wieder Pantrywache. Das ganze Schiff war an diesem Sonntagmorgen wie ausgestorben. Fast alle genossen den Landgang. Normalerweise hätte Jan auch an Land gehen können, von den Bootsleuten war sowieso niemand an Bord. Aber, so hieß es, „wenn einer von uns zurückkommt, dann braucht er einen Pantry (Steward) zum Bedienen. Außerdem hatten sie ja in New Orleans mehr Landgang als alle anderen.“ Gegen dieses Argument konnte man sich nicht durchsetzen. Jan hatte sich ein Buch geschnappt und es sich auf dem Heizerdeck bequem gemacht. „Ruf mich doch bitte aus, wenn einer von meinen Herren an Bord kommt“, hatte er der Wache mitgeteilt. „Klar, kein Problem, leg dich in Sonne. Jan war gerade ein wenig eingenickt, als eine Lautsprecherdurchsage ihn aufschreckte. „Obergefreiter Webau mit Beeilung auf die Pier, Damenbesuch.“ Diese Durchsage kannte er ja schon. Wenige Augenblicke später war er auf der Pier. Eine braungebrannte Schönheit erwartete ihn. Von Manu weit und breit nichts zu sehen. „Hallo Sailor, I like to see Mr. Jaansen. He is my friend.” Jaansen, das war doch der E-Meister. Dieser war natürlich irgendwo an Land. Jan hatte sofort einen Plan.

Besser mit der Freundin vom E-Meister in der Bootsmanspantry sitzen als alleine in der Sonne schmoren.

“Come on, follow me. Jaansen comes bag in the next time.” Hoffentlich bleibt der noch lange weg, dachte Jan und führte die junge Dame in die Pantry.

Sie wollte gleich ein German Beer haben. War alles kein Problem. Jan hatte in der Pantry die Möglichkeit alles zu besorgen was das Herz an kulinarischen Genüssen verlangte. Er hatte die Strichliste von Jaansen aus dem Schrank geholt und schrieb das Bier auf. Die Puertoricanerin konnte kein Englisch und Jan kein spanisch. Ein Dialog kam trotzdem mit Händen und Füßen zustande.

Obergefreiter Webau mit Beeilung auf die Pier, Damenbesuch.“ Nu is aber gut, wer will denn schon wieder was von mir? Die gleiche Szenerie wie Minuten zu vor, wiederholte sich. Eine junge Frau wollte zu Jaansen. Sie erklärte eine Freundin von ihm zu sein. Du alter Schwerenöter. Sonst erzählst du nur immer was vom Ohm’schen Gesetz und weißt nicht einmal, dass es auch was anderes wie Männer gibt. Und hier kommt eine Lady nach der anderen, dachte Jan und dirigierte seine neue Dame in die Pantry. Um es kurz zu machen, drei weitere Inselschönheiten trafen innerhalb der nächsten halben Stunde ein und wollten zu Jaansen. Es stellte sich heraus dass sie Jaansen alle bei einer seiner früheren Fahrten nach Puerto Rico kennen gelernt hatten. Jan war nun der Hahn im Korb. Wenn die Strichliste für fünf Frauen reichte, dann würde Jaansen bestimmt nicht dagegen haben für ihn auch einige Bier aus zu geben. Die Frauen schnatterten alle durcheinander und Jan konnte immer nur das Wort Jaansen identifizieren.

Nach einigen Stunden kam der Casanova Jaansen von Land zurück. „Mann Webau, warum haben sie mich nicht vorgewarnt? Klar kenne ich die ganzen Weiber hier. Aber alle auf einen Haufen. Das gibt ein Unglück. Egal, nun sind schon mal alle hier und sie vertragen sich ja auch ganz gut. Geben sie mir auch eins von den gezapften Bieren.“

 

3 Gedanken zu „Kapitel 19 F225 Ladys suchen Jaansen“

  1. Die Durchsatz hatte ich auch mal zum Einlaufen in Schlicktown nach der Südamerika Tour.Hatte dort,um an eine Südseeperle zu kommen ihr die Heirat versprochen und sie nach Deutschland eingeladen. Habe beim Festmachen In der Vorpick gesessen
    Unser UJO KL. Meitzler hatte sich einenSpass erlaubt.
    Danke….?!

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