Aus der Reihe Mythen Teil2

“Fregatte

Aus der Reihe Mythen-Traditionen-Seemannsgarn und Aberglaube in der alten Marine

Die Äquatortaufe……..!
Romeo vor!

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Die Braunschweig war auf dem Weg, in unendlichen Weiten und Welten, und drangen dabei in Regionen vor, die noch nie zuvor von einem in blauem Tuch verhüllten gesehen wurden.
Der Vorpickfahrer (siehe oben) brachte den Bb. Anker noch schnell in „geladen und gesichert“, bevor er wieder in die Vorpick verschwand.

2Der Funkraum der Braunschweig war erfüllt von Rauschen und Morsen, die Geräte spielten scheinbar verrückt, das Gerät des Funkmeister ebenfalls.
Die AmginE konnte die eingehenden Nachrichten schließlich decodieren und deflorieren.

In dem Fernschreiben wurden wir von Neptun durch seinen Tiefsee-Sender aus dem Unterwasserkristall-Palast gewarnt.

Er spach an den Kommandeur des Großkampfverbandes Vito von Houssel und dem Komandanten des Fregattenschiffes Ertel

dass er gehört hätte, dass auf unseren Schiff unzählige verdreckte und verlauste Un-Seeleute vor hätten, seine geheiligte Linie zu überschreiten.
Zu Unsere größten Befremdung, Bestürzung und Betrübnis haben wir zudem vernehmen müssen, dass ein allzu großer Teil Eures Fregattenvolkes
die Schwelle unseres Reiches zum 1. Male passieren wird.

Dieser armselige und an Anzahl viel zu große Teil Eures 220 Mann starken Schiffsvolkes droht, da noch nicht vom Unrat und der Pestilenzien der nördlichen Hemisphäre gereinigt, die klaren Gewässer und lieblichen Strömungen der subäquatorialen Ozeane zu verschmutzen.
Von unseren vorgeschobenen Beobachtungsposten im Jadefahrwasser haben wir die Nachricht und Kunde erhalten, das ihr so genanntes Fregattenschiff Braunschweig voll gepackt mit unzähligen verdreckten Unseeleuten beabsichtigt unsere heilige Linie von Norden kommend zu überqueren und es Gefahr besteht, das dieses ohne meine gnädigste Zustimmung erfolgen soll.
Sollte dieses geschehen, würde unsere geschulte und tapfere Linienabwehr der Abteilung“ Dünnblechbohrer Schiffbaustahl „sich mit Freuden auf ihr frisch gepöntes Schiff stürzen. Dieses würde mir umso mehr Leid tun, da sich auf dem Schiff aus Deutsche Land einige mir noch gut bekannte Seeleute befinden.

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hier eine Gruppe von Dünnbrettbohrern

Gleichgültig, ob diese Nachricht den Tatsachen entspricht oder nicht, ist umgehend an den Unterwasserkristallpalast zu melden:

1. Ist die Überquerung meiner geliebten Linie geplant
2. Wenn ja, auf welcher Position und an welchem Tag
3. sind genügend alkoholische Vorräte an Bord
4. brennt in der Vorpick noch das Licht
5. mit wie vielen ungetauften, verdreckten Seelen habe ich zu rechnen
6. Name und Dienstgrad der Täuflinge.
7. Speiseplan
8. Kettenlängen pro Kettenkasten?
9. frische Unterwäsche/hosen in der Wäschelast
10. ist das Küchenpersonal, die so genanten Smuts, befähigt und berechtigt, die für eine rituelle innere Reinigung benötigten Zutaten herzustellen und nach dem äquatorialem Reinheitsgebot anzusetzen?

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hier die seltene Aufnahme eines männlichen Schmuts in seiner Bruthöhle

Er sehe die Überquerung seiner geliebten Linie mit großem Bedenken entgegen und werde das Treiben auf dem sogenantem Fregattenschiff im Verlauf der nächsten Tage und Wochen beobachten, um zu sehen, ob die in blauen Tuch gehüllten, gewillt und fähig seien, seine Linie in Richtung Süden zu überqueren und seinem Motto entsprechend „sauber muss er sei, sauber „nachkommen.
Zu diesem Zwecke behalte er sich vor zu gegebener Zeit einen seiner Getreuen Untertanen aus dem Unterwasserkristalpalast zur Überprüfung an Bord des Fregattenschiff zu bestellen und ihm in geheimer Mission über die Vorschritte an Bord zu berichten, ob und wie sich die in edlem Tuch gehüllten auf die Überquerung seiner geliebten Linie vorzubereiten gedenken.
Ich bitte mir hiermit baldige Meldung per UT aus.Der Inhalt dieser Sendung und ihrer Antwort ist der Besatzung bekannt zu geben.
Habe fertig………!

Mit freundlichen Grüßen Neptun / Gott

Die Task Group 421.8 befand sich immer noch auf dem Weg in die südliche Hemisphäre, in die Heimat unseres Beschützer und Heilbringer.

5Durch die Biskaya bei mittlerer Wellenhöhe und nur wenig Erbrochenem der neuen Kameraden bzw. der Rotärsche, fand unser Herrscher von Groß Ozeanien, und Beschützter aller Kiemenatmer kein gefallen an den Außenbordsgaben der Seekranken.

6Erst zunehmende Winde und Querkommende See, bewirkten, dass mehr Opfergaben aus mehr Opferwilligen als Spende und Zoll für unsere Außenbordskameraden über das Opferbecken abgegeben wurde.

7 8hier ein Original Nirosta Saug-und Spendenbecken
der Firma Spuck und Kotz

Die Würfel waren gefallen.

Nach Bekanntgabe des Fernschreibens des Unterwasserkristallpalasts machte sich in der Besatzung Unmut breit.
Es schlich sich ein neuer Geist in die Decks und Messen ein, kaum merklich begangen sich Teile der Besatzung, wohl aus Angst, gegen eine Überquerung
der heiligen Linie auszusprechen. Erst noch hinter verschlossenen Schoten und Lucken, dann hinter vorgehaltenen Händen, später auch offen über die SLA.

Es entstanden die ersten Parteien, die sich offen gegen unseren Beschützer stellten, die zu einem Boykot und zur Verweigerung des freiwilligen Rituals der Äquatortaufe aufriefen.
Nacht wurden heimlich Plakate und Spotreden in den Längs-rund Quergängen ausgehangen, die kein gutes Wort an Neptun und seinem Gefolge ließen.

9Die Besatzung hatte sich geteilt, nicht in Bb oder Stb. sondern in die Ungetaufte und in die Taufwillige, die wenigen Getauften trafen sich Regelmäßig zu Sonderbesprechungen in der Vorpick, wobei es auch zu Verköstigungen und Probereinigungen gekommen sein soll.

10hier das Antrinken einer Rituellen-Probemischung …….!

Abendliche hartnäckige Drohsendungen der Gegenpartei „die Ungetauften“ die zur Sabotage der Vorbereitungen für die göttliche Reinigung aufriefen, zur Meuterei der Ungetauften, das Nein zur göttlichen Waschung…….
wechselten die morgendlichen Lobpreisungen und Huldigungen für den Gott der Meere, durch „Die Freunde der Äquatortaufe“ ab.
Nach Tagen und Nächten der Zwietracht ,der Prüfung und der Mittelwächter,
kehrte Ruhe in den Längs – und Quergängen ein, die Dauerwächter waren noch immer auf Station und in der Vorpick brannte immer noch das Licht.

In Zeiten der Dürre und der Bierknappheit, des Hoppelopa und Tropen-Beck´s, Kujambel mit und ohne Geschmack, Heizer oder Eloka , Römer oder Ziege

Vor dem allmächtigen Herrscher der heiligen Linie sind wir alle gleich und so kam was kommen musste……..die Ungetauften konvertierten.

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hier das Foto eines Überläufers aus der Gruppe
„ Unrasiert und Fern der Taufe“

Die Blaubetuchten besannen sich ihres Glauben, den es galt sich auf ein uraltes seemänisches Ritual vorzubereiten, auf ein Initiationsritus, auf eine Taufe im nicht religösem Sinne, sich Mut und Gläubigkeit durch ein Zeremoniel zu erwerben, wie sie es nur bei uns Seeleuten gibt, was uns zu das macht was wir sind, „Eine Bruderschaf und Kameradschaft“….Amen!

Erd- , Luftmenschen und Grüntuchträger können nur erahnen, was uns verbindet.

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der Braunschweig-Löwe näherte sich Unaufhaltsam der heiligen Linie ,
dem Äquator,der Null-Linie,der Stunde-Null…….
Ende Teil 2

Denkt daran, wenn ihr die Toilettenspülung drückt,
einen Gruß für unseren, ihr wisst wenn ich meine, Mitzusenden.

2 Gedanken zu „Aus der Reihe Mythen Teil2“

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