Kapitel 16 F225 Einlauf Charleston

“Fregatte

Am dreiundzwanzigsten Januar 1976 war ca. fünf Seemeilen voraus Land zu sehen: Amerika. Im Radio wurden die ersten Sender empfangen. Langsam, Schiff für Schiff fuhr der Verband in den Hafen von Charleston ein. Ein Lotsenboot des Hafenmeisters sorgte für den reibungslosen Ablauf. Anlegen wie gehabt, zuerst die Coonts, zum Schluss die Braunschweig. Jan war auch an Oberdeck und wunderte sich, dass das Lotsenboot „Charleston Pilot“ hieß. Er war immer noch der Meinung, dass der Verband Norfolk anlaufen würde. Seine Erkrankung hatte der Doktor am Morgen für beendet erklärt.

„Wenn wir in Charleston fest sind, dann ist für heute Großreinschiff. Am Sonntag haben wir Tag der offenen Tür. Wir erwarten einige tausend Besucher………..“ Der Lautsprecher gab noch mehr bekannt aber Jan hörte nicht mehr hin. Was hatte der da gerade gesagt? Charleston? Jan dachte zu träumen. „Los, schütt` mir das Wasser ins Gesicht. Mach schon“, sagte er zum nächststehenden. Dieser hatte sich gerade ein Glas mit frischem Wasser aus der Leitung besorgt. „Ist dir die schwüle Luft zu Kopf gestiegen oder was ist los?“ Nee, nee, ich muss nur wissen ob ich träume oder wach bin. Los, Wasser ins Gesicht!“ Ehe er sich versah hatte er die ganze Ladung im Gesicht. „Danke Kumpel, du hast mir einen großen Dienst erwiesen.“ Der Kamerad schüttete nur den Kopf und holte sich neues Wasser.

Viertel vor zehn in Charleston festgemacht. Das war vielleicht eine Überraschung für mich. Hatte ich beim Doc vorher nicht mitbekommen. Strahlender Sonnenschein. Wir sind in der Nacht wieder zum Natoverband gestoßen. Muss heute an Bord bleiben. Pantrywache.

In Charleston waren wir 3 Wochen, keine besonderen Vorkommnisse, außer, das Bier schmeckt hier nicht.

 

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