Kapitel 13 F225 Ab sofort Pantry

“Fregatte

Das Schiff wurde in der Zeit nach Portland für die große Atlantikfahrt ausgerüstet. U.a. wurden etliche Fässer Becks in den verschiedenen Decks deponiert. An Kondomen sollte auch nicht gespart werden. Jan schätzte dreitausend Stück in den kleinen Kartons, welche von Mann zu Mann weitergereicht wurden um dann im Sanbereich zu verschwinden.

Am fünften Januar 1976 hatte Jan, wie schon erwähnt, Ausgang bis zum Wecken. Die Silberhochzeit seiner Tante Ingeborg und seines Onkels Herrmann waren angesagt. Einen Tag später war Abfahrttag der Fregatte. Jan feierte wie noch nie zuvor in seinem Leben. Im Nacken immer den Countdown der Abfahrtszeit.

Jans Vater brachte ihn morgens gegen halb fünf zum Bahnhof. Er wünschte ihm noch alles Gute, dann fuhr der Zug auch schon los. Die Fahrkarte auf den Bauch gelegt und schlafen, nur noch schlafen. Der Zug fuhr direkt nach Wilhelmshaven. „Du musse aussteigen. nix mehr schlafen. Will saubermachen. Los aufstehen, Du.“ Mit diesen Worten wurde er unsanft aus seinen schönsten Träumen geweckt. Der braungebrannte Mann einer Reinigungskolonne schaute ihm ins Gesicht. Der ganze Zug stand schon auf dem Abstellgleis in Wilhelmshaven, fernab von jedem Bahnsteig.

Mit großer Mühe fand Jan den Weg zu einem Taxi. „Bringen sie mich bitte direkt zur Braunschweig.“ „Unmöglich, die lassen mich mit meinem Taxi nicht ins Arsenal.“ „Zwanzig Mark extra wenn sie mich zum Schiff bringen.”.. „So, aussteigen junger Mann. Wir sind an ihrer Fregatte.“ Jan bezahlte und sah verdammt viele Kameraden auf dem Schiff stehen. „Na Webau, einen über den Durst gesoffen was? Sehen sie zu, dass sie sie Ihre Dienstklamotten ankriegen. Dann melden sie sich in der Bootsmanspantry.“

karl heinzBiggerts Worte klangen wie Kanonenschläge in den Ohren. Verfluchte Scheiße, dachte Jan. Nun hatten sie ihn für diesen Pantry Dienst aus gekuckt. Dieser Dienst beinhaltete das bedienen der Bootsleute. Man sorgte für das Frühstück, Mittagessen, und Abendbrot. Zwischendurch war man natürlich auch noch der Steward für diese Bagage. Bier ran schleppen, Kombüse der Bootsmesse und diese selbst sauber halten. Einen Vorteil hatte dieser Dienst. Man war von den allgemeinen Wachdiensten befreit. Die vier Wochen werde ich schon rumkriegen ging es Jan durch den Kopf als er sich in der Messe meldete.

 

Ein Gedanke zu „Kapitel 13 F225 Ab sofort Pantry“

  1. Das ist mir auch mal passiert. Auf sturmerprobung sollte ich pantrie machen bei den puos.
    Hab mich aber schnel auf koje verpiselt und gesagt et geht nicht.
    10 min später haben wir dann schon wieder ein bier getrunken.

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