Kapitel 6 F225 Lob vom Alten

“Fregatte

Als das Schiff wieder in Wilhelmshaven war folgten noch etliche Tagesfahrten raus in die Nordsee. Die Besatzung wurde bei ihren Manövern immer besser und schneller.

Anfang November wurden dann auch alle vom Alten bei einer der täglichen Musterungen ausgiebig gelobt. „Sie wissen meine Herren, vom siebzehnten November werden für drei Wochen nach Portland fahren. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle unsere Sache dort gut machen werden. So wie sie sich in den letzten Wochen bei unseren Manövern eingebracht haben, da denke ich, können wir uns mit sehen lassen. Wenn wir wieder hier sind steht Weinachten vor der Tür. Wir werden dann das Schiff für unsere große Atlantikfahrt ausrüsten. Am sechsten Januar fahren wir dann los. Zwei Tage später treffen wir uns dann mit dem restlichen Natoverband der Standing Navel Force Atlantic nordöstlich vor den Azoren. Unsere Route wird dann Richtung Bermudas verlaufen. Vielleicht erleben wir ja etwas vom berüchtigten Bermudadreieck. In Hamilton, der Hauptstadt werden wir einige Tage bleiben. Von hier geht es dann weiter nach Norfolk in Virginia dem großen Flottenstützpunkt der Amis. Unsere Fahrt wird dann nach zwei Wochen fortgesetzt in die Karibik. Eine tolle Stadt werden wir dort besuchen. New Orleans. Da können sie sich schon drauf freuen. Von New Orleans geht es dann weiter nach Roosevelt Roos, einem sehr großen amerikanischen Stützpunkt auf Puerto Rico. Dort werden wir ungefähr eine Woche bleiben. Wenn es unsere Zeit erlaubt, sehen wir vielleicht auch noch San Juan, die große Hafenstadt auf der Insel. Aus der sonnigen Karibik wird uns unsere Route Richtung Halifax in Kanada bringen. Für Halifax sind drei Wochen angesetzt. Dort werden wir, wie von den meisten anderen Städten auch, zwischenzeitlich wieder einige Manöver im Nordatlantik durchführen. Halifax wird dann auch das Ende unserer Fahrt einleiten. Wir werden im direkten Weg nach Lissabon in Portugal fahren. Von hier werden wir wieder hier nach Schlicktown (WHV) zurückfahren. Wir werden im Mai wieder hier sein. Der Ganze Verband wird uns begleiten um dann von hier mit einer anderen deutschen Fregatte wieder die Standing Navel Force im Atlantik durchführen. Die gerade geschilderte Route wird ihnen die nächsten Tage noch schriftlich mitgeteilt. Noch was meine Herren. Ist unter ihnen ein Frisör?“ Ein lautes Gegrummel entstand bei den Zuhörenden. „Herr Kapitän, hier unser Obermaat Borchers hat vor drei Jahren seinem Bruder schon einmal die Haare geschnitten!“ „Obermaat Borchers vortreten. Stimmt es das sie schon einmal jemanden die Haare geschnitten haben?“ „Ja Herr Kapitän. Aber wirklich nur zum Spaß, einmal meinem kleinen Bruder.“ Schön Herr Unteroffizier. Ich ernenne sie hiermit Kraft meines Amtes zu unserem Bordfrisör. Wir werden ihnen einen kleinen Raum zur Verfügung stellen. Sie werden jeden Tag einige Stunden, die Zeit können sie selbst bestimmen, alle die es möchten, frisieren. Sie wissen wir besuchen das Ausland und müssen dort immer adrett aussehen. Dies ist ein Befehl wegtreten.“ Es gab nach dieser Verkündigung ein schallendes Gelächter von allen Seiten. Borchers reihte sich mit einem überdimensional roten Kopf wieder in seine Reihe ein. Jan dachte mal wieder: Wo bist du hier nur gelandet?

„Für alle wachfreien Mannschaften und Offiziere gebe ich ab heute Mittag frei bis morgen zum Wecken. Viel Spaß beim Landgang. IO lassen sie wegtreten.“

Ein Gedanke zu „Kapitel 6 F225 Lob vom Alten“

  1. Fast wie bei uns. Nur das hieß der Friseur Hoschek.
    Der hat sogar dem Kommandanten die Haare geschnitten
    Schöne Dönekes von der alten Lady

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