Wie alles mit der F225 begann

“Fregatte

Wie alles begann…….
am Anfang, da war das Feuer und der Stahl, der in den Kesseln bei Krupp in Essen geschmolzen, gegossen und geformt wurde………!

wie die Fregatte Braunschweig das Licht der deutschen Marine erblickte.

Mit der Gründung der BRD und der Gründung der Streitkräfte inklusive der Marine. konnten die Anforderungen der NATO an die junge BundesMarine vorerst nur durch Übernahme von Geleitzerstörer der Hunt und der Black-Swan Klasse britischen Herkunft erfüllt werden.

Bei der Umrüstung auf deutsche Verhältnisse und Bedürfnisse, wurden schon die ersten Entwürfe für die neuen deutschen Geleitboote ausgeführt und umgesetzt.

Erste Planungen und der erste Entwurf von1955, sahen als Nachfolger und Ersatz der damaligen sieben Schulfregatten, die neuen Geleitschiffe mit der Bezeichnung „ Geleitboote der Klasse55“, vor.G1 bis G6
..später erhielten sie die Namen von großen bundesdeutschen Städten…..
Geleitboot 1 erhielt den Namen „ Köln „ woraus sich der Name der Schiffsklasse ergab. Köln-Klasse…

Bis 1965 fuhren die Schiffe unter der Bezeichnung Geleitboot wurden dann zu Fregatten unklassifiziert und trugen die Bezeichnung „Fregatten der Klasse 120“

Bauwerft wurde die H.C. Stülcken Sohn Werft in Hamburg.

Der Auftrag sah sieben Geleitboote mit einem Kostenvolumen von ca. 70 Millionen DM pro Schiff, vor.

Am 21.12.1957 erfolgte die Kiellegung der Köln (F 220)mit der Baunummer 881.

1960 war es dann endlich soweit,………………
an einem sonnigen Vormittag um 10:30 Uhr am 28.07 des Jahres 1960 wurde auf der Hallig mit der Baunummer 886, durch Herrn Vorarbeiter Margowski, unsere Braunschweig auf ihren Kiel gelegt.

Bei der Braunschweig „Geleitboot 6“ konnten die Erfahrungen, die man beim Bau der Geleitboote G1 bis G5 gemacht hatte, optimieren und anwenden, um so eine Höchstleistung an deutscher Ingenieurskunst in unsere Braunschweig zu konzentrieren.

Heraus kam das gefühlt schönste Schiff der jungen deutschen Marine und die damalige Oberbürgermeistersterin der Stadt Braunschweig Frau Martha Fuchs taufte es am 3 Februar1963 auf den Namen….

Braunschweig

Nach Informationen ehemaliger Werftarbeiter, wurde beim Bau des Glattdeckrumpfes nicht, wie bei ihren Schwesterschiffen, der Schiffsbaustahl ST 52 verwendet, sondern ST 52.1…..!

In alten Werftberichten, findet man Angaben woraus hervorgeht, das beim Bau der letzten Fregatte der Schiffbaustahl zur Neige ging. Beim Bau der ersten fünf Fregatten hatte man noch reichlich Schiffsbaustahl von Typ ST 52. Um eine Terminverzögerung zu verhindern , wurden von Blohm und Voss, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Stülcken Werft lag, Stahlreste, die beim Bau Schlachtschiff „Bismarck“ verwendet wurden, eingeschmolzen und bei der Fertigstellung der vorderen Schiffssektion im Bereich der Vorpick verwendet.
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Auch bekam unsere Braunschweig nicht, wie die anderen Geleitboote, je zwei KaMeWe-Propeller, sondern zwei dreiflügelige Verstell-Propeller mit einem Durchmesser von 2,95 mtr. der Firma Escher-Wyss….

bei der Fernsteuerung der Antriebsanlage gab es deutliche Unterschiede….unsere Lady hatte eine Anlage der Firma Philips, die anderen von der Firma Westinghouse, was einen deutlichen Unterschied bei der Endgeschwindigkeit zur Folge hatte.

Bei der Länge über alles war die Braunschweig mit 109,90m, um 7cm länger als die anderen Boote mit ihren 109,83 mtr.
Um ihre höhere Geschwindigkeit, gegenüber der anderen Boote des Geschwaders bei Gasturbinenfahrt gerecht zu werden, wurden der Braunschweig an den Ansaugschächten 11 statt 10 Lammelen angebracht, was zu einer höhere Ansaugleistung führte und somit zu eine höhere Geschwindigkeit.
Es wurde bei einer Meilenfahrt unter optimalen Bedingungen mehr als 35 Kn. über Grund gemessen, s. Eintrag ins Logbuch……
So oder so soll es gewesen sein, von Seemannsgarn kann keine Rede sein!!

Text von Roland Berghorn (11)

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5 Gedanken zu „Wie alles mit der F225 begann“

  1. Ich war schon bei der Baubelehrung von März 64 und zur Indienststellung dabei. Wir wohnten auf der alten US Fähre City of Havanna. War bis Dez. 64 als Feuerleiter AL 32 auf dem Deck 11 P 0 Piratenkeller zuhause. War eine sehr schöne Zeit unter netten Kameraden. Denke oft zurück ⚓️

  2. schmunzel, deshalb fuhren wir so kopflastig! Feix, umhergeworfene Farbpützen und Bismarckstahl. Welch fatale Mischung… *KopfeinziehundinDeckunggeh*

  3. Na wenn da Bismarckstahl dabei war, ist auch klar, warum alle, die in und um die Vorpik ihre Tätigkeit versahen, so tolle Männer wurden.
    Braunschweig Fahrer sind eben was ganz besonderes.?

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