Der Vorpieksfahrer

“Fregatte

Umweltschutz bei der deutschen Marine

Ein alter Hut………

Die neue Marine bzw. deren Schiffe und Boote unterliegen heute strengen Auflagen und Gesetzen….Müll ist nicht gleich Müll,
Mülltrennung, grüner Punkt,  Altglas und Papier, Bio-Müll,Römer, brennbare und nichtbrennbare Stoffe, usw….. Moderne Kriegsschiffe sind heute mit Mülllasten und Müllverbrennungsanlagen ausgerüstet, die den heutigen Vorschriften des Umweltschutzes entsprechen.

Auf den Schiffen gibt es Müllverbrennungsanlagenfahrer als eigene Verwendungsreihe.

Wie gesagt, ein alter Hut, den hatten wir früher auch, nur hieß der bei uns

„Der Vorpiekfahrer“.

Hier beim Einarbeiten eines Mitarbeiter-der Maat.

UweDer Vorpieksfahrer ohne Kopftuch,

Zu einer Zeit als Umweltschutz noch ein Fremdwort war, entwickelte der Vorpiekfahrer eine Methode, um den an Bord anfallenden Müll, Umweltverträglich und Gesundheitsschonend zu entsorgen. Er entwickelte in jahrelanger Vorpickskleinarbeit den Brand-und Richtfeuer-Abfallturbo 2.25, auch die B_R_A 2.25 genannt.

BR1    Br2

 hier das Urmodell                          Forschungsmodell

In der Müllentsorgungsfachwelt ein Novum.

Sicherheit und ein bedienerfreundliches Konzept,
„ was oben rein geht, kommt unten nicht wieder raus“
war nur eine von vielen Neuerungen die in die BRA 2.25 einflossen.

Die BRA 2.25 sah vor, sämtlichen anfallenden brennbaren Müll, in einem ausgeklügelten System unter hoher Hitzeentwicklung und Brandbeschleuniger (Turbo) zu Terminieren und in einen umweltverträgliche kompostierbare streufähige rauchbaren Restmüll
umzuwandeln, der als Fischfutter und Gabe an Neptun den Herrscher aller Meere und Tümpel in den natürlichen Kreislauf aller Rohstoffe wieder zurückzuführen.

1 2hier beim Aufbau einer Testreihe

Luft-Müll-Gemisch stimmt!

Zu Sicherheit und Notabschaltung sah der Vorpickfahrer ein Absprengen der B_R-A 2.25 von Rest des Schiffes vor. Zu diesem Zwecke waren an Stb. und Bb. Seite jeweils eine mit Wärme-und Hitzesensoren ausgestattete Absprengvorrichtung angebracht.

Das Wabo Hagenuk Abklappsystem.

3

Hier das Bild einer Testabtrennung mit der Wabo Hagenuk

4
Über ein ausgeklügeltes Kühlsystem konnte der Vorpickfahrer ein Überhitzen, bzw ein Abschaltender B-R-A 2.25 vorbeugen.

Das KüWaKlo

5Die BRA 2.25 wurde auch als Signal und Richtfeuer für andere Marineeinheiten konzipiert und durch eine spezielle Art der Befeuerung und unter Zugabe von Styropor konnte der Vorpickfahrer ein Morsecode, das an die Rauchsignale der Indianer erinnert, entfachen und so mit anderer Marineeinheiten kommunizieren . Während eines Seemannssonntags auf See schaffte es der Vorpiekfahrer, einen in ca.118 Seemeilen entfernt operierenden Hubschrauberträger der US Navy „Anzusmoken“ und einen Mittelschweren Transporthubschrauber Typ Chinnok CH-47 anzufordern der auch kurze Zeit später achtern auftauchte und sich in Höhe des BRA 2.25 positionierte.

6hier Archivaufnahmen

Ich kann mich noch gut an die wohlwollenden Blicke der Hubschrauberbesatzung erinnern,die uns durch Gesten und nonverbaler Kommunikation zu verstehen gaben, wie toll sie die Erfindung des Vorpickfahrer fanden

7

Um die Präzision der B-R-A 2.25 zu demonstrieren, gab der Vorpickfahren der Hubschrauberbesatzung die Anweisung sich bis auf 30 mtr. über Kartennull hinter dem Heck der Braunschweig zu positionieren.

Beim so genannten „ansmoken“ kam es leider zu einer Versmokung im Rauchsignal-Abd. So das der Smokspruch nicht „über sondern unter Kartennull“ herauskam.

810Anschließende Verhandlungen mit dem nordamerikanischen Verteidigungsminister und der Heimatfront ergaben im Rahmen der NATO und deutschen Marine einen Austausch und der Herausgabe der Konstruktionspläne für den BRA 2.25 des Vorpickfahrer.

 

Hier eine Studie zum kombinierten Versmoken und Kesselwasserspeisung

1112Der Vorpickfahrer bekam eine Kiste Perry und 2 Tage Sonderurlaub auf See.
Jahre später brachte die US Navy  und der nationale Katastrophenschutz der USA einen verbesserten und auch für den Hausgebrauch verwendbaren Rauchgasfeuersignalgeber, auch Smoker genannt, auf den Markt.

Der B_R_A 2.25 kommt heute in fast allen Marinen zum Einsatz.
Der B_R_A 2.25 wird heute in einem Modulsystem auf den neuen Fregatten vom Typ 126 verwendet.

Das vom Vorpickfahrer bevorzugte Frischluftsignalmüllen
wird nur noch selten und wenn, auch fast ausschließlich nur noch in der Freizeit und Sportbootsignalschifferei angewandt.

13 14Hier Archivaufnahmen

Hier unter Volllast

15

hier eine Aufnahme eines geglückten Fernsmoken nach Art des Hauses

16

in diesem Sinne…….was oben reinkommt, kommt unten nicht wieder raus!!!!!!

 Der Vorpickfahrer hat auch ein Verfahren zur Altglasentsorgung in internationalen Gewässern entwickelt.

Demnächst mehr…………….Gruss

2 Gedanken zu „Der Vorpieksfahrer“

    1. Die Geschichte ist einfach nur großartig von unseren Roland verfasst. Es ist eine Freude diese Zeilen zu lesen, nach fast 30 Jahren und dann schreibt er ein Blog der uns eigentlich komplette -11er Koperalschaft betrifft. Nicht nur den Piekfahrer. Müll war auf den AAG’s ein großes Thema, leicht abgeschobenes Problem zum Decksdienst.
      Decksmeister hat uns mit einer Lösung beauftragt zur Müllreduzierung. So kam der B_R_A 2.25 zustande.
      Geschichten aus der Vorpik sind immer ein Highlight, obwohl nicht alles geglaubt werden sollte.
      Ich möchte hier an dieser Stelle noch mal sagen das ich Stolz bin euch alle an Bord kennengelernt zu haben.
      Mein Bootsstuben und Bootsmann Gruppen Kameraden sage ich mein besonderen Dank.
      Mit deinen Geschichten lebst du unsere vergangene Zeit weiter.
      Danke Roland.
      Der Pikfahrer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.