Kapitel 28 F225 Algenbefall an der Braunschweig

“Fregatte

„Ich habe mich entschlossen das Schiff auf Algenbefall zu untersuchen. Ich werde sofort eine Inspektion vornehmen. Hauptgefreiter Rick, ich habe gesprochen, hicks.“

Die Bordlautsprecher knackten und es war einen Moment totenstill im ganzen Schiff. Im nächsten Augenblick kam die nächste Durchsage: „ Falls noch Taucher an Bord sind, sofort Ausrüstung anlegen. Einer der Kameraden ist gerade besoffen Außenbords gesprungen. Wir müssen ihn rausholen. Beeilung.“ Die letzte Durchsage kam vom Kaleu. Einer der verbliebenen Maate und der Kaleu zogen sich blitzschnell die Taucherausrüstungen an und sprangen ins Hafenbecken. Die restlichen Leute ließen das Rettungsboot zu Wasser. Weil dies in den letzten Wochen immer wieder geübt worden war klappte diese Aktion wie am Schnürchen. Es vergingen unendlich lange Minuten der Ungewissheit. Dann Endlich kamen die drei Taucher wieder an die Oberfläche. Rick hatte bei seinem Sprung ins Wasser seinen Beatmungsschlauch abgerissen und war wie ein Stein unter das Schiff gesackt. Zu seinem Glück war an diesem Abend keine Strömung im Hafenbecken. Mit vereinten Kräften hievten sie Rick ins Boot. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Als er Tage später wieder an Bord war, ihm war nichts passiert, degradierte ihn der Alte zum Matrosen.

„Bei ihnen ist ja wohl dauernd was los. Erst das Schiff fast umkippen, dann will einer Algen suchen. Ich lobe sie trotzdem. Der Rettungseinsatz vorhin hat vorbildlich geklappt. Das werde ich wohlwollend im Bordbuch vermerken. Ich habe mir gedacht auf die Schrecken der letzten Stunden lade ich sie alle zu einem Abendbrot in der Cafeteria ein. Lassen sie es sich schmecken.“ Mit diesen Worten leitete der Kaleu das wohlverdiente Abendessen ein.

 

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