Der Schiffskoch Atze, Oskar und Thomas

“Fregatte

Der Schiffskoch

Wat ise ne Smut ?

Smut, Schmutt, Schmuud oder Smutje heißt ein Koch an Bord von Schiffen der Deutschen Marine. An Bord von Passagierschiffen spricht man hingegen vom Koch oder auch Schiffskoch.
Der Smut, hochdeutsch „Schmutz“, wurde ab etwa 1900 mit der niederdeutschen Verkleinerungsform -tje versehen, bedeutet also etwa Schmuddelchen oder Schmiedel Chen.
Zunächst als Scherzwort aufgekommen, gilt diese Personenbezeichnung an Bord nicht als abwertend.
Smutje – so nannten wir Seeleute unseren Koch liebevoll, bei welchem Reinlichkeit und die Zubereitung diverser Mahlzeiten und Mittelwächter die erste Tugend ist , müssen manchmal zu Gunsten eines Anlegemanöver am Fender oder am Geschütz als Mun.-gast ihre mehr weiblichen Pflichten zurückstellen und ihren Platz an irgend einem Posten gem. Rollenkarte einnehmen.

1Hier ein sogenannter Schmut als Posten Brandbeschleuniger

Auf modernen Fracht und Kreuzfahrtschiff wird der Koch „Chef“ genannt, hier ist „Smutje“ wieder zu einer Beleidigung geworden.
Bei der Marine ist der Koch der Chef

Die Schmutz waren und sind an Bord von Schiffen und Booten der Marine und auf Fregatten der Köln-Klasse für die Kulinarischen Manöver zuständig.
Aufgrund der langen Seezeiten ist die Aufgabe des Smuts für die Moral der Besatzungsmitglieder und der Seem.-Korp. von besonderer Bedeutung.
In seiner Stellung als Moral und Nahrungsmittelzubereiten nimmt er noch vor dem Kommandanten und dem Vorpickfahrer den Platz in der Hierarchie an Bord ein
Nächtliche Trinkrituale wurden zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit und der Seetauglichkeit der Seem.-Korp durch den Smut mit leichten Action-Snaks und Dosenpfirsichen erhalten.
Der Smut entstammt einer alten Vorchristlichen Linie der Boküsen.
Am äußersten Zipfel ganz im Norden des deutsche Land lagen die Brutstätte und Aufzuchtgebiete der Smut.
Auf eine Insel ,fern jeglicher Zivilisation und Fremdeinflüssen, wuchsen die Jungsmuts in sogenannten Smutkolonien auf. Dort wurden sie von den Altschmuud in der hohen Kunst der Befütterung und der Speisenzubereitung unterrichtet um nach jahrelangen und qualvollen Aufzucht zum Smutje an Bord der wohl schönsten Schiffe der Flotte ihren Dienst in der Kombüse anzutreten.
Diese geheime Luftaufnahme zeigt die ehemaligem Brut-und Aufzuchtanlagen der Jungsmutjes

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Der Smut als solches ist ein scheues ,in weißen Tuch gehüllt und in Seestiefeln laufendes, in der Kombüse arbeitendes Wesen, das zur Gesunderhaltung und der Erhaltung der Manneskraft aller Besatzungsmitglieder beiträgt. Der Smut ist heute nur noch Selten in freier Laufbahn und an Bord von Schiffen der Marine anzutreffen.

IMG_9330340882207Sein Arbeitsgebiet war die Kombüse, das sogenannte Kabuff oder auch Kabäuschen .
Das Kabuff ist bekanntlich ein kleiner, dunkle enger Raum.
Das Wort Kombüse wird auf das Mittelniederländisch Kabuyse oder auch Kabuys zurückgeführt und erscheint erstmals im 15 Jahrhundert im Mittelniederdeutschen als Kabuse. Das Wort Kabuse bedeutet soviel wie Bretterverschlag als Küchenraum an Bord oder auch kleines niedriges Deckshaus zum Kochen.
Klein war das Kabäuschen der Braunschweig, aber wie im wahren Leben kommt es nun mal nicht immer auf die Größe an, sondern auf die inneren Werte und auf die, die was großes daraus machen und gemacht habe .
Dieses als kleines Dankeschön an die fast beste Verwendungsreihe der Welt.

Leider ist der Smut eine vom Aussterben bedrohte Verwendungsreihe. Seit 2007 sind die natürlichen Rückzugsgebiete und Brutstätte der Smuts bedroht bzw. durch die Zentralisierung der Brutstätte, wurde die Sylter Brutkolonie der Köche der Marine, den Smuts, zur Auswilderung freigegeben.
Seit 2007 erfolgt eine geplante Vermischung der landesweiten Brutstätten unter der Aufsicht der Grüntuchträgern. Die Elemente Luft-Erde-Wasser werden gemischt ,kurz bebrütet und heraus kommt ein KOCH…..
Die Sylter Brutstätte brachte die besten Jungsmuts der Marine und der Bundeswehr hervor. An Land und an Bord waren sie für ihre Qualität berühmt und berüchtigt.
Bei der Segelolympiade in Kiel 1972 versorgten die Smuts der MVS die Teilnehmer der Segelregatten.
Auch wurde die Kutterpullnationalmanschaft durch die Köche und Smuts der MVS ver- und besorgt. Traditionell gab es Labskaus aus der Feldküche, wobei der Marineachter ohne Steuermann „MoS“
Der Marineachter ohne Steuermann erlangte, bei den Kutterpullmeisterschaften auf der Kieler Aussenförde beim Meilenpullen einen beachtlichen 2.Platz vor dem Kutter Sowjet II mit Steuerfachkraft .
Dank D
Wie mein Vater zu sagen pflegte……ohne Mampf kein Kampf…..!
Wir haben auf der Braunschweig viel und gut gemampft und so manchen Kampf gekämpft.
SEIT 2007 GIBT ES IN DER MARINE KEINE SMUTS MEHR…….!
ROLAND….!?

5 Gedanken zu „Der Schiffskoch Atze, Oskar und Thomas“

  1. Herrlich , wieder mal toll geschrieben !! Erinnere mich sehr gern an die tolle Truppe auf der Lady !! Zu meiner Zeit an Bord hatte ich es ausschließlich mit TOP Smuts zu tun . Und natürlich waren die Raubtiere die gefüttert werden mussten auch durchweg tolle Kameraden .

    1. gibt es noch Leute aus anfangs zeit der ich angehört habe ,war schon auf der Braunschweig als sie noch in whv. im Arsenal und wurde ausgerüstet bewaffnung usw. nachdem das dann alles erledigt war begann dann am 14.7.-bis7.8. 1964 die erste Ausbildungsreise nach Norwegen Hastadt war das ziel.

    1. Stimmt, das Essen war immer super und beim Dienst in der Kombüse gabs für die Helfer immer was Besonderes ! erinner ich mich gerne dran !!

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