“Fregatte

Eine Geschichte der F225 in plattdeutsch

Zuerst einmal, ich habe mich sehr gefreut wieder etwas von der guten alten Braunschweig zu hören.

Letztes Jahr suchte der NDR plattdeutsche Geschichten. Ich habe eine hingeschickt, auf platt über eine Begebenheit mit dem Zoll, der schwarzen Gang, auf der Braunschweig. Ist wirklich so passiert. Vielleicht könnt Ihr die Story ja für Eure Seite übernehmen. Schwierig mit dem Lesen wird es nur für Leute aus Süddeuschland. Hier die plattdeutsche Geschichte der Braunschweig:

 

upschräven von Karl-Heinz Wesemann

Dat Lüchtfüer von Wangerooch wer nich to sehen.Obwohl man nur en por Kilometers dor von af wer. Schmuddelweer in disse Nacht Anfang Dezembermaant 1975.
De Kaptain har langsome Fohrt verfücht. Fregatte Braunschweig käm woller von Portland in Südengland. Dre Weeken harn se dor to brocht. Jeden Dach rut in englischen Kanal un öben, öben un nochmols öben.“Dat mutt gauer gon, dat mokt wie gligs noch mol, leten de englischen Trainers immer woller utrichten.
No dre Weeken endlich de Dörrop öber alle Luutspreker :“Volle Fohrt vor ut, we wüllt trüch no Mutti, Wilhelmshoven het de Parol! Sobolt wi anne Pier sin, könnt Ji alle Mann no Hus föhrn, bis ob de Hovenwacht, de möt an Bord blieben. Ji köönt dann ober öber Winachten no Hus.“ Von dor käm kine Dörsoch mehr öber de Luutspreker bis kort vo Wangerooch. Sesundartig Stunnen wern intwuschen vorbi. De Braunschweig har fast kene Fohrt mehr drop.“ We möt hier noch en behten vor Wilhelmshoven töben, de schwarte Gäng ( dat wern de besonners scharpen Jungs von Tol) will in de nächste halv Stunn an Bord kummen. Eck häve de Tollunnerlogen an jo all uthändigen loten. Un Ji hävt de Unnerlogen jo ok all an jorn Vörmann trüch geben.Wenn Ji wat to vertollen hävt, dann schriwt dat dor rin. Denkt doran, wenn Ji irgendwat nich angewt und de schwarte Gäng find dat, dann wart dat düer for jo.Eck wet, de find allens. Letzmol hävt de all Flurplatten ofschruven loten, as eck mit de anner Manschaft no Hus föhrt bin. Ji glovt gor nich,wat de dor all funnen hävt. Denn ganzen Schiet hävt de beschlognommt. Denn Numms hörte op en Mol de Krom. Eck hop Ji sinn alle Mann ehrlich“.
All Seelüt an Bord harn de letzten Weeken tollfre ob denn Damper (oh Schann, Damper draf man nich seggen, Marineehre) inkoopt. Dat gung von mehrere Buddels Wodka öwer Zigarettenstangen bis hän no echten Schottischen Whisky, de direkt in Portland an Bord schmuggelt wor. Schwarte Gäng hän, schwarte Gäng her. Natürlich har numms wat angeben von sin Tollzüchs. Öwerall wo irgend een Lock wer, dor harn se ere Kunterbüüt versteken. De besten Flachen wern unner de Flurplatten,direkt inne Bilsch, grod so, we de Kaptain dat grot secht ha. Be de velen neen Rekruten gung de Moors ob Grundis. „Dübel noch mol“ sech Peter to sin Nobor. Wenn de wirlich so scharp sin, dann kann eck man inpacken. Eck häve doch tein Stangen Zigatten in Luftansaugschacht vonne Turbin versteken. Eck kum bestimmt inne Backche. Un denn bin eck vorbestroft“. „Stell di nich so an, du häst doch hört wat de Kaptain secht häd: „Numms hörte op en Mol de Krom“. Un so is dat gliks hir ok. Mok di nich inne Box. De schwarte Gäng find nix“.
Noch wo de beiden so an schnacken wern, käme woller ene Luutsprekerdörsoch: „De Toll wer grode an Bord un häd de Unnerlogen avholt. No fief Minuten wern se woller wech, de harn gode Luun und ken Verlangen no jöeü’es Kunterbüüt to söcken. Hävt us noch ene gode Overbliebselfort no Wilhelmshoven wünscht. Wenn dat Shipp in dörtig Minuten anlecht häd ist Fierobend for hüte. Eck wünsch jo ene gode Tid be jo to Hus“.
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Viele Grüße
Karl-Heinz

Vielen Dank an Karl-Heinz für die plattdeutsche Geschichte der Braunschweig

Wie alles mit der F225 begann

Wie alles begann…….
am Anfang, da war das Feuer und der Stahl, der in den Kesseln bei Krupp in Essen geschmolzen, gegossen und geformt wurde………!

wie die Fregatte Braunschweig das Licht der deutschen Marine erblickte.

Mit der Gründung der BRD und der Gründung der Streitkräfte inklusive der Marine. konnten die Anforderungen der NATO an die junge BundesMarine vorerst nur durch Übernahme von Geleitzerstörer der Hunt und der Black-Swan Klasse britischen Herkunft erfüllt werden.

Bei der Umrüstung auf deutsche Verhältnisse und Bedürfnisse, wurden schon die ersten Entwürfe für die neuen deutschen Geleitboote ausgeführt und umgesetzt.

Erste Planungen und der erste Entwurf von1955, sahen als Nachfolger und Ersatz der damaligen sieben Schulfregatten, die neuen Geleitschiffe mit der Bezeichnung „ Geleitboote der Klasse55“, vor.G1 bis G6
..später erhielten sie die Namen von großen bundesdeutschen Städten…..
Geleitboot 1 erhielt den Namen „ Köln „ woraus sich der Name der Schiffsklasse ergab. Köln-Klasse…

Bis 1965 fuhren die Schiffe unter der Bezeichnung Geleitboot wurden dann zu Fregatten unklassifiziert und trugen die Bezeichnung „Fregatten der Klasse 120“

Bauwerft wurde die H.C. Stülcken Sohn Werft in Hamburg.

Der Auftrag sah sieben Geleitboote mit einem Kostenvolumen von ca. 70 Millionen DM pro Schiff, vor.

Am 21.12.1957 erfolgte die Kiellegung der Köln (F 220)mit der Baunummer 881.

1960 war es dann endlich soweit,………………
an einem sonnigen Vormittag um 10:30 Uhr am 28.07 des Jahres 1960 wurde auf der Hallig mit der Baunummer 886, durch Herrn Vorarbeiter Margowski, unsere Braunschweig auf ihren Kiel gelegt.

Bei der Braunschweig „Geleitboot 6“ konnten die Erfahrungen, die man beim Bau der Geleitboote G1 bis G5 gemacht hatte, optimieren und anwenden, um so eine Höchstleistung an deutscher Ingenieurskunst in unsere Braunschweig zu konzentrieren.

Heraus kam das gefühlt schönste Schiff der jungen deutschen Marine und die damalige Oberbürgermeistersterin der Stadt Braunschweig Frau Martha Fuchs taufte es am 3 Februar1963 auf den Namen….

Braunschweig

Nach Informationen ehemaliger Werftarbeiter, wurde beim Bau des Glattdeckrumpfes nicht, wie bei ihren Schwesterschiffen, der Schiffsbaustahl ST 52 verwendet, sondern ST 52.1…..!

In alten Werftberichten, findet man Angaben woraus hervorgeht, das beim Bau der letzten Fregatte der Schiffbaustahl zur Neige ging. Beim Bau der ersten fünf Fregatten hatte man noch reichlich Schiffsbaustahl von Typ ST 52. Um eine Terminverzögerung zu verhindern , wurden von Blohm und Voss, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Stülcken Werft lag, Stahlreste, die beim Bau Schlachtschiff „Bismarck“ verwendet wurden, eingeschmolzen und bei der Fertigstellung der vorderen Schiffssektion im Bereich der Vorpick verwendet.
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Auch bekam unsere Braunschweig nicht, wie die anderen Geleitboote, je zwei KaMeWe-Propeller, sondern zwei dreiflügelige Verstell-Propeller mit einem Durchmesser von 2,95 mtr. der Firma Escher-Wyss….

bei der Fernsteuerung der Antriebsanlage gab es deutliche Unterschiede….unsere Lady hatte eine Anlage der Firma Philips, die anderen von der Firma Westinghouse, was einen deutlichen Unterschied bei der Endgeschwindigkeit zur Folge hatte.

Bei der Länge über alles war die Braunschweig mit 109,90m, um 7cm länger als die anderen Boote mit ihren 109,83 mtr.
Um ihre höhere Geschwindigkeit, gegenüber der anderen Boote des Geschwaders bei Gasturbinenfahrt gerecht zu werden, wurden der Braunschweig an den Ansaugschächten 11 statt 10 Lammelen angebracht, was zu einer höhere Ansaugleistung führte und somit zu eine höhere Geschwindigkeit.
Es wurde bei einer Meilenfahrt unter optimalen Bedingungen mehr als 35 Kn. über Grund gemessen, s. Eintrag ins Logbuch……
So oder so soll es gewesen sein, von Seemannsgarn kann keine Rede sein!!

Text von Roland Berghorn (11)

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Der Vorpieksfahrer

Umweltschutz bei der deutschen Marine

Ein alter Hut………

Die neue Marine bzw. deren Schiffe und Boote unterliegen heute strengen Auflagen und Gesetzen….Müll ist nicht gleich Müll,
Mülltrennung, grüner Punkt,  Altglas und Papier, Bio-Müll,Römer, brennbare und nichtbrennbare Stoffe, usw….. Moderne Kriegsschiffe sind heute mit Mülllasten und Müllverbrennungsanlagen ausgerüstet, die den heutigen Vorschriften des Umweltschutzes entsprechen.

Auf den Schiffen gibt es Müllverbrennungsanlagenfahrer als eigene Verwendungsreihe.

Wie gesagt, ein alter Hut, den hatten wir früher auch, nur hieß der bei uns

„Der Vorpiekfahrer“.

Hier beim Einarbeiten eines Mitarbeiter-der Maat.

UweDer Vorpieksfahrer ohne Kopftuch,

Zu einer Zeit als Umweltschutz noch ein Fremdwort war, entwickelte der Vorpiekfahrer eine Methode, um den an Bord anfallenden Müll, Umweltverträglich und Gesundheitsschonend zu entsorgen. Er entwickelte in jahrelanger Vorpickskleinarbeit den Brand-und Richtfeuer-Abfallturbo 2.25, auch die B_R_A 2.25 genannt.

BR1    Br2

 hier das Urmodell                          Forschungsmodell

In der Müllentsorgungsfachwelt ein Novum.

Sicherheit und ein bedienerfreundliches Konzept,
„ was oben rein geht, kommt unten nicht wieder raus“
war nur eine von vielen Neuerungen die in die BRA 2.25 einflossen.

Die BRA 2.25 sah vor, sämtlichen anfallenden brennbaren Müll, in einem ausgeklügelten System unter hoher Hitzeentwicklung und Brandbeschleuniger (Turbo) zu Terminieren und in einen umweltverträgliche kompostierbare streufähige rauchbaren Restmüll
umzuwandeln, der als Fischfutter und Gabe an Neptun den Herrscher aller Meere und Tümpel in den natürlichen Kreislauf aller Rohstoffe wieder zurückzuführen.

1 2hier beim Aufbau einer Testreihe

Luft-Müll-Gemisch stimmt!

Zu Sicherheit und Notabschaltung sah der Vorpickfahrer ein Absprengen der B_R-A 2.25 von Rest des Schiffes vor. Zu diesem Zwecke waren an Stb. und Bb. Seite jeweils eine mit Wärme-und Hitzesensoren ausgestattete Absprengvorrichtung angebracht.

Das Wabo Hagenuk Abklappsystem.

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Hier das Bild einer Testabtrennung mit der Wabo Hagenuk

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Über ein ausgeklügeltes Kühlsystem konnte der Vorpickfahrer ein Überhitzen, bzw ein Abschaltender B-R-A 2.25 vorbeugen.

Das KüWaKlo

5Die BRA 2.25 wurde auch als Signal und Richtfeuer für andere Marineeinheiten konzipiert und durch eine spezielle Art der Befeuerung und unter Zugabe von Styropor konnte der Vorpickfahrer ein Morsecode, das an die Rauchsignale der Indianer erinnert, entfachen und so mit anderer Marineeinheiten kommunizieren . Während eines Seemannssonntags auf See schaffte es der Vorpiekfahrer, einen in ca.118 Seemeilen entfernt operierenden Hubschrauberträger der US Navy „Anzusmoken“ und einen Mittelschweren Transporthubschrauber Typ Chinnok CH-47 anzufordern der auch kurze Zeit später achtern auftauchte und sich in Höhe des BRA 2.25 positionierte.

6hier Archivaufnahmen

Ich kann mich noch gut an die wohlwollenden Blicke der Hubschrauberbesatzung erinnern,die uns durch Gesten und nonverbaler Kommunikation zu verstehen gaben, wie toll sie die Erfindung des Vorpickfahrer fanden

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Um die Präzision der B-R-A 2.25 zu demonstrieren, gab der Vorpickfahren der Hubschrauberbesatzung die Anweisung sich bis auf 30 mtr. über Kartennull hinter dem Heck der Braunschweig zu positionieren.

Beim so genannten „ansmoken“ kam es leider zu einer Versmokung im Rauchsignal-Abd. So das der Smokspruch nicht „über sondern unter Kartennull“ herauskam.

810Anschließende Verhandlungen mit dem nordamerikanischen Verteidigungsminister und der Heimatfront ergaben im Rahmen der NATO und deutschen Marine einen Austausch und der Herausgabe der Konstruktionspläne für den BRA 2.25 des Vorpickfahrer.

 

Hier eine Studie zum kombinierten Versmoken und Kesselwasserspeisung

1112Der Vorpickfahrer bekam eine Kiste Perry und 2 Tage Sonderurlaub auf See.
Jahre später brachte die US Navy  und der nationale Katastrophenschutz der USA einen verbesserten und auch für den Hausgebrauch verwendbaren Rauchgasfeuersignalgeber, auch Smoker genannt, auf den Markt.

Der B_R_A 2.25 kommt heute in fast allen Marinen zum Einsatz.
Der B_R_A 2.25 wird heute in einem Modulsystem auf den neuen Fregatten vom Typ 126 verwendet.

Das vom Vorpickfahrer bevorzugte Frischluftsignalmüllen
wird nur noch selten und wenn, auch fast ausschließlich nur noch in der Freizeit und Sportbootsignalschifferei angewandt.

13 14Hier Archivaufnahmen

Hier unter Volllast

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hier eine Aufnahme eines geglückten Fernsmoken nach Art des Hauses

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in diesem Sinne…….was oben reinkommt, kommt unten nicht wieder raus!!!!!!

 Der Vorpickfahrer hat auch ein Verfahren zur Altglasentsorgung in internationalen Gewässern entwickelt.

Demnächst mehr…………….Gruss

F225 Auktion

Hallo Crew,

unser Vorpieksfahrer (Uwe) hat eine gute Idee.

Er hat noch einige original Mützenbänder der „Fregatte Braunschweig“ zuhause liegen.

Uwe würde diese gerne meistbietend versteigern. Desweiteren haben eventuell  noch andere Kameraden „Braunschweig“ Artikel.

Der Erlös kommt der Backskiste zu Gute.

Ich bitte um rege Beteiligung an der Diskussion ob das Sinn macht.

Viele Grüße

Harry

 

Ein Festessen für die Ziegen

Ein Festessen für die Ziegen mit vielen alten Bekannten. Die Verwendungsreihe „62“ tischt auf, und lässt sich nicht lumpen.

Bilder von Roland Berghorn (11)

3Roland

Heizergruß

Einen schönen Tag wünscht die Heizerei.

wenn ihr denkt, das die schwarzen Wolken zum Wochenende ein Naturschauspiel sind……….nee
auch ist das nicht ein Gruss von unserem geliebten Neptun, sondern ein LIEBER  Gruss von den Stoker  und Oelfüssen..,

Der Heizergruß

Absichtliches Ausstoßen von Rauch aus dem Schornstein
-den Effekt des „Schwarzqualmens“ erzielt man durch Reduzierung der Verbrennungsluft unter gleichzeitiger Erhöhung der Brennstoffzufuhr-

Antriebsspezialisten, Turbinenfachleute, Motorenmeister, Elektriker, Kesselflicker, Dampfmacher und andere Schiffstechniker sind auf auf der Fregatte Braunschweig organisatorisch in der II. Division zusammengefasst.

Vom restlichen Teil der Besatzung werden sie schlechthin als Heizer betitelt.

Diese Bezeichnung stammt aus längst vergangenen Tagen, als tief unten im Schiff, vor Ort sozusagen, tatsächlich eine große Zahl von Männern damit beschäftigt war, Kohle zu trimmen, das Kesselfeuer zu schüren und Wasser für die Dampfmaschine zu „kochen“.

Die Knochenarbeit jener Heizergenerationen freilich ist längst Vergangenheit. Heute leisten die Schiffstechniker unter Deck hoch bewerteten Dienst an hochmodernen Antriebsanlagen.
Bedienung, Wartung und Instandhaltung der umfangreichen Antriebstechnik an Bord fordern gut ausgebildete und für ihren Dienst qualifizierte Spezialisten.

Aus dem geistig nur wenig beanspruchten Heizer am Feuerloch vor dem Dampfkessel, ist in einer relativ kurzen Zeitspanne des technischen Fortschritts, ein hoch qualifizierter Techniker am Fahrstand oder in der schiffstechnischen Zentrale geworden.

Eines freilich hat sich nicht geändert in all den Jahren. Genau wie die Heizer der Kaiserlichen Marine, so verrichten die Techniker der II. Division auf der Braunschweig ihren Dienst tief unten im Schiffsrumpf, in der „Zeche“, wie sie ihre Betriebsräume an Bord selbst nennen.

Wenn „Kopf gesteuerte Funktionäre“ ihre Operationszentrale, ihren Funkraum, oder ihre Brücke als Herz des Schiffes umschreiben, haben die Schiffstechniker nur ein mitleidiges Lächeln für sie übrig.
Ihrer Ansicht nach schlägt das wahre Herz im Maschinenraum. Nur hier wird mittels der Kessel, Turbinen, Jockel, Generatoren, Kompressoren, Motoren und E-Maschinen die wahre Pulsfrequenz des Gesamtsystems Kriegsschiff bestimmt.

Während an Oberdeck saubere, schön angezogene Soldaten so tun, als würden sie das Schiff befehligen und beherrschen, so geschieht dies in Wirklichkeit ganz allein in den Maschinenräumen.
Sie, unsere Heizer sind die wichtigsten Leute an Bord auch wenn sie nicht so sehr im Blickpunkt stehen wie der Kommandant, der Fahr-WO und all die anderen Schönwettersoldaten mit ihren schicken Uniformen ein paar Decks höher über ihnen.

Damit Waffenmixer, Funktionäre, Seeziegen, Smuts und Sossenkönige, der Vorpiekfahrer und auch die lieben Angehörigen auf der Pier erfahren, wo sie, die allerwichtigsten Besatzungsangehörigen an Bord, ihrer so bedeutenden Arbeit nachgehen, macht der „Oberheizer“ beim Ein- und Auslaufen oder bei anderen günstigen Gelegenheiten, durch einen Aufsehen erregenden, Umwelt verachtenden Heizergruß im Schiffskeller unter Deck auf sich und seine Spezialisten aufmerksam.

Wenn dann an Oberdeck dicke Rußflocken von hoch oben aus dem Schornstein auf des Oberdeck hernieder schweben, der Schmarting flucht und alle „Seelords“, in ihren schönem AGA hustend in Deckung eilen, dann sitzen sie, die Ölkannenjongleure, Bilgenkrebse, Schwarzfüße, Bunkerjungen, Stoker und Flurplatten – Ingeneure, wie sie von ihren Oberdeckkameraden liebevoll genannt werden, zusammen mit ihrem Dampferzeugungsrat tief unten in der Maschine und freuen sich schadenfroh lachend und Hände reibend über den Triumph ihrer schwarzen Zunft.

Bilder und Text von Roland Berghorn (11)

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Braunschweig Tango

Der 40mm Tango.

Bilder von Roland Berghorn (11)

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